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| Zitate über Anton Bruckner Zeitgenossen und "Nachgeborerene" (keine Dirigenten!) über Bruckner und dessen Werk |
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| "Bruckners Wesen" Registriert seit: 22.01.2007
Beiträge: 127
| Hans Pfitzner (1940) Ich habe neulich die 9. Sinfonie von Bruckner angehört und wieder einmal mir vorgenommen, mich zu "bekehren"und so viel schön wie nur möglich daran zu finden. Vergeblich. Das Resultat war, daß ich nur noch viel bestimmter als je zuvor ihn als wahrhaft "Großen" ablehne, fürder keine Mühe des Aufnahmewillens mehr an ihn verschwenden und von dem Urteil der anderen mich gar nicht mehr beeindrucken lassen werde. Ich muß es aussprechen: er ist ein überlebensgroßer Dilettant. Ich ändere meine Meinung nicht mehr, vielleicht ändert sich aber das Urteil der Welt - ich rechne nach 15-20 Jahren. (aufgelesen: Claus Obalski, "Taktlosigkeiten") |
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| | #2 (permalink) | ||
| "Bruckners Wesen" Registriert seit: 22.01.2007
Beiträge: 127
| Ich habe neulich - besonders angeregt durch Sie - Zitat:
Zitat:
(aufgelesen: rowohlts monographien, Karl Grebe "Anton Bruckner") | ||
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| | #3 (permalink) |
| "Bruckners Wesen" Registriert seit: 22.01.2007
Beiträge: 127
| Brief 1932 "... Ich habe in meinen Schriften bisher vermieden, Bruckners Namen zu nennen, weil ich die Bruckner-Freunde nicht kränken will. Ich persönlich halte nämlich fast nichts von ihm, wie ich überhaupt mißtrauisch bin gegen alle Komponisten (Hugo Wolf etc), die nur ein einziges Gebiet bebauen. (Wagners Mission ist eine Ausnahme.) Ich finde Bruckner maß- und formlos, monoton und langweilig, und kenne kaum ein Thema von Ihm, was mich innerlich stark berührte, sagen wir: was mir gefällt ... Ein jeder großer Komponist muß eine gewisse Universalität haben. Denken Sie an die Reihe der Großen von Bach bis Brahms. Denken Sie an die neun Sinfonien von Beethoven und an die neun von Bruckner: neun grundverschiedene Menschenkinder und neun junge Elephanten. Es mag sein, daß mir ein Organ für Bruckner fehlt, das andere haben. Ich vermute, es ist die katholische Frömmigkeit, die den Hörer befähigt, dort zu verstehen und zu fühlen, wo es rein musikalisch nicht möglich ist. Die Scherzis sind sein bestes." |
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