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| Sinfonie - Orchesterwerke ohne Solisten vom Barock bis ins 21. Jahrhundert, alle Themen rund um die Gattung "Sinfonie" |
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| | #21 (permalink) | |
| Super-Moderator Registriert seit: 22.12.2006 Ort: Im Emsland
Beiträge: 945
| Zitat:
Solch einen gewünschten Beckenschlag kannst Du in Reinkultur hören auf der Aufnahme der Siebten mit den Wiener Symphonikern unter Yakow Kreizberg vom Juni 2004. Die CD ist bei PentaTone classics als SACD erschienen und ist auch aufnahmetechnisch allererste Güte! Gruß Wolfgang
__________________ "Wenn die Sonne der Kultur tief steht, dann werfen auch Zwerge lange Schatten." (Karl Kraus) | |
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| | #22 (permalink) |
| Webmeister Registriert seit: 21.12.2006 Ort: Köln
Beiträge: 2.362
| wenn wir bei den AUfnahmen angelangt sind (eigentlich fehlt noch die Beschreibung des Finalsatzes ), dann kommt man wohl an dieser (legendären) AUfnahme nicht vorbei:![]() Warum wird diese CD immer wieder als die Referenz erwähnt? Weil es Karajans angeblich "letzte" Aufnahme gewesen ist? Ist die Einspielung wirklich so besonders? |
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| | #23 (permalink) |
| Super-Moderator Registriert seit: 22.12.2006 Ort: Im Emsland
Beiträge: 945
| Es gibt zwei recht neue Aufnahmen der "Siebten", die ich beide für hörenswert halte - beides SACD. 1. Orchestre Metropolitain du Grand Montreal mit Yannick Nezet-Seguin (22:00; 25:46; 10:21; 11:56) 2. Netherlands Radio Philharmonic Orchestra mit Jaap van Zweden (23:08; 25:54; 9:45; 12:44) Letztere Aufnahme ist zwar im Studio entstanden (ich mag es eigentlich lieber live), aber beispielsweise der "lange Atem" im zweiten Satz (übrigens mit Beckenschlag) ist beeindruckend! Gruß Wolfgang
__________________ "Wenn die Sonne der Kultur tief steht, dann werfen auch Zwerge lange Schatten." (Karl Kraus) |
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| | #24 (permalink) |
| Super-Moderator Registriert seit: 22.12.2006 Ort: Im Emsland
Beiträge: 945
| Speziell für die "Beckenschlag-Fans": Man kann jetzt käuflich eine Live-Aufanhme eines Konzerts aus der Aarhus-Kathedrale in Dänemark erwerben. James Loughran spielte dort mit dem Aarhus Symphony Orchestra am 28.4.2005 die Siebte. Der Beckenschlag im Adagio ist wirklich gewaltig.... ![]() Gruß Wolfgang
__________________ "Wenn die Sonne der Kultur tief steht, dann werfen auch Zwerge lange Schatten." (Karl Kraus) |
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| | #25 (permalink) | |
| Stammgast Registriert seit: 20.03.2007
Beiträge: 69
| Zitat:
![]() Ich denke, dass ich Karajan bei keiner anderen Brucknersinfonie an die erste Stelle setzten würde, bei der 7. aber auf jeden Fall. Ich finde auch, dass sie die früheren Karajanaufnahmen übertrifft, aber wie gesagt, eine Begründung kann ich nicht geben. Es würde mir höchstens der wunderbar warme, satte Klang der Wiener einfallen, aber den hört man ja auf vielen Aufnahmen, die aber trotzdem nicht diese Qualität haben. Gruß Mathias
__________________ "Daß es Bruckner gegeben hat, ist für mich das größte Geschenk Gottes." - Celi | |
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| | #26 (permalink) |
| Super-Moderator Registriert seit: 22.12.2006 Ort: Im Emsland
Beiträge: 945
| Auch ich mag diese Karajan-Aufnahme sehr - vielleicht liegt es ein bisschen daran, dass es seine letzte Aufnahme überhaupt war. Es liegt so etwas wie ein bewusster Abschied darin. Ich weise noch einmal auf eine ganz neue Aufnahme hin, die ich weiter oben schon mal kurz erwähnt habe. Mittlerweile habe ich sie sehr verinnerlicht - und sie gehört für mich zu den überzeugensten Aufnahmen überhaupt. Die Einspielung des Radio filharmonisch Orkest Netherland unter dem Dirigat von Jaap van Zweden ist einfach hörenswert. Das Adagio ist berückend schön und der großartige Schluss des Finales schlägt einen überzeugenden Bogen zum 1. Satz! Ich finde: ein Muss für jeden, dem die 7. besonders am Herzen liegt. Gruß Wolfgang
__________________ "Wenn die Sonne der Kultur tief steht, dann werfen auch Zwerge lange Schatten." (Karl Kraus) |
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| | #27 (permalink) |
| hat sich schon eingelebt Registriert seit: 31.08.2007
Beiträge: 17
| Übrigens hat Herbert Blomstedt am 20.August in Berlin bei den Young Euro Classics eine siebte mit dem EU-Jugendsinfonieorchester gegeben - ganz toll! Und zwar OHNE Beckenschlag - wobei ich sie bisher nur mit kannte und nicht wusste, ob ich erfreut sein sollte, dass es auch ohne richtig toll kam (und dafür "unpompöser", ohne einen "unnötigen Effekt") oder enttäuscht, dass der "Knaller" ausblieb ... Schwierig jetzt für mich ... hat seine Vor- und Nachteile, der Beckenschlag, würd ich sagen ... aber es gibt Wichtiges, das stimmt auch ... Hab noch gar nichts davon gehört, dass das "nicht giltig" ungültig ist ... ![]() Bei Wikipedia steht es noch im Artikel zu Bruckner siebten, dass Bruckner es selbst "mit unsicherer Schrift" oder so daneben geschrieben hätte ... |
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| | #29 (permalink) |
| Kreativ-Admin Registriert seit: 22.12.2006 Ort: Linz
Beiträge: 74
| nochmal zurück zum beckenschlag: ich hörte vor kurzem ein interview mit eugen jochum, das er 1986 anlässlich eines konzertes der siebten mit dem concertgebouw in japan gegeben hat (auf dvd). auf den beckenschlag angesprochen meinte er sinngemäß etwa folgendes: der beckenschlag sei nicht nur akustisch und klanglich wichtig, sondern auch formal - er markiert den mittel- und höhepunkt des gesamten werkes. der zeitliche mittelpunkt der siebten ist ja etwa in der zweiten hälfte des adagios. jochum meinte weiter, bruckner wäre unsicher über den beckenschlag gewesen, weil das becken bis dahin in symphonischer musik praktisch nicht vorgekommen sei und er sich fragte, ob er denn das machen darf. ähnlich verhalte es sich mit der verwendung der harfe in der achten, auch dort wäre er unsicher gewesen. in beiden fällen entschloß sich bruckner, die instrumente einzusetzen. die echtheit der entsprechenden stelle in der partitur stellt jochum nicht in frage. wohl aber meinte er, dass auch heute noch (anno 1986) viele fragen in der bruckner-interpretation offen wären. das konzert der siebten übrigens war vorzüglich. greetings, uhlmann |
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| | #30 (permalink) |
| hat sich schon eingelebt Registriert seit: 01.06.2009
Beiträge: 8
| Liebe Brucknerianer, ich möchte eine dumme Bemerkung machen: konnte lange einfach nicht viel mit Bruckners Siebter anfangen, fand sie zugleich leer und allzu pathetisch - plötzlich ändert sich das. Ich höre mich anhand der 80er-Jochum-Aufnahme ein und kann vor allem von dem ersten Satz nicht genug bekommen. Den zweiten lieb ich auch immer mehr. Aber 3 und 4 bleiben mir fremd, vor allem 3. Geht es nur mir so? |
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