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Orgelmusik die Königin der Instrumente bekommt natürich ihr eigenes Forum

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Alt 26.07.07, 17:31   #1 (permalink)
eliso
registriertes Mitglied
 
Registriert seit: 26.07.2007
Beiträge: 4
Beitrag Bruckner's bekannteste Orgelkompositionen?

Hallo,

welches ist Bruckner's bekanntestes, umfangreichstes Orgelwerk? Und wann hat er dieses komponiert und vorgestellt?! Stimmt es, dass es Anton Bruckners Orgelkompositionen eher auf seine frühe Zeiten der Musik zurückgehen?
eliso ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.07.07, 17:55   #2 (permalink)
Holger Grintz
Webmeister
 
Benutzerbild von Holger Grintz
 
Registriert seit: 21.12.2006
Ort: Köln
Beiträge: 2.362
Hallo eliso, willkommen im Forum;

Das Werkeverzeichnis WERKVERZEICHNIS-V. Orgelkompositionen / WAB 125-131 gibt in puncto Orgel nicht viel her.
War Bruckner nicht eher ein großartiger Improvisateur?
Hier gibt es mindestens zwei Organisten im Forum, veilleicht weiss jemand anderes mehr als ich darüber; ich kenne eh nur die Sinfonien
__________________
Wer hohe Türme bauen möchte, muss lange beim Fundament verweilen...
Holger Grintz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.07.07, 18:58   #3 (permalink)
Wolfgang
Super-Moderator
 
Benutzerbild von Wolfgang
 
Registriert seit: 22.12.2006
Ort: Im Emsland
Beiträge: 945
Habe mal im Werkverzeichnis der Biographie von Bekh nachgeguckt:

Präludium Es-Dur (um 1837)
Vier Präludien Es-Dur (um 1837)
Vorspiel d-moll (um 1846 oder 1852)
Vorspiel und Fuge c-moll (1847)
Nachspiel d-moll (um 1852)
Fuge d-moll (1861)
Präludium ("Perger Präludium") C-Dur (1884)

Gruß Wolfgang
__________________
"Wenn die Sonne der Kultur tief steht, dann werfen auch Zwerge lange Schatten." (Karl Kraus)
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Alt 26.07.07, 19:51   #4 (permalink)
laubandel
Hoforganist
 
Benutzerbild von laubandel
 
Registriert seit: 26.12.2006
Ort: Breisach
Beiträge: 173
Zitat:
Zitat von Wolfgang Beitrag anzeigen
Habe mal im Werkverzeichnis der Biographie von Bekh nachgeguckt:

Präludium Es-Dur (um 1837)
Vier Präludien Es-Dur (um 1837)
Vorspiel d-moll (um 1846 oder 1852)
Vorspiel und Fuge c-moll (1847)
Nachspiel d-moll (um 1852)
Fuge d-moll (1861)
Präludium ("Perger Präludium") C-Dur (1884)

Gruß Wolfgang
Ja, das ist alles, mehr gibt's nicht - an abgeschlossenen Werken. Und nur eines aus der reifen Periode - wohl Bruckners kürzestes Werk - aber ein wahres Kleinod. Die Gesamtausgabe liefert noch eine Improvisationsskizze Bad Ischl sowie etwas im Umkreis der Skizzen zum Adagio der Neunten. Wer also wirklich was großes vom Meister auf der Orgel spielen will, muß ran an die Symphonien...

Grüßle

laubandel
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Alt 26.07.07, 20:06   #5 (permalink)
Holger Grintz
Webmeister
 
Benutzerbild von Holger Grintz
 
Registriert seit: 21.12.2006
Ort: Köln
Beiträge: 2.362
Zitat:
Zitat von laubandel Beitrag anzeigen
[...] Wer also wirklich was großes vom Meister auf der Orgel spielen will, muß ran an die Symphonien...[...]
womit Du eine schöne Überleitung geschaffen hast!

Bruckner ist ja in erster Linie Organist gewesen, und deren tägliches Brot ist die Improvisation (Bruckner hatte ca. 5 Stücke drauf, darunter einen Bach!! - das wäre heute undenkbar). Und bei Improvisationen gibt es keine Urheberrechte (ok, heute ist das bei sog. Samplern etwas anders, und beim Grand Prix scheidet man auch aus, wenn einem irgendwo zwei geklaute Takte nachgewieden werden), denn jedes Thema, das nur irgendwas taugt, wird zur Improvisation hergenommen.
Ganz im Gegenteil - je bekannter eine Melodie, umso größer die Herausforderung. Und je öfter man darüber auf den verschiedensten Instrumenten (d.h. man hat vom "Streichquartett" bis zum Riesenorchester" je nach Instrument alles zur Verfügung) improvisiert, umso mehr Einfälle hat man. Und es gibt doch nichts Interessanteres für einen Organisten, als einen Konkurrenten über das gleiche Thema improvisieren zu hören, oder ist das anders

Die vielen Änderungen z.B., oder daß Bruckner in Proben, wenn er dann das Instrument (Orchester) vor Augen hat und den Saal (Organisten leben ja vom Raum und die Orgel ist ja jeweils speziell für diesen Raum komponiert) er zu neuen Varianten greift?

Ist unter dieser Betrachtungsweise nicht z.B unsere ganze "Werktreue-Diskussion" oder unser "Geniestreich"-Thread obsolet?

Wie gerne hätte ich einen Tonträger von Tonerls Orgelimprovisationen..., die müssen ja phänomenal gewesen sein.
__________________
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Alt 19.09.07, 23:32   #6 (permalink)
JePe
Kulturhauptstädter
 
Benutzerbild von JePe
 
Registriert seit: 16.06.2007
Ort: Kulturhauptstadt Europas
Beiträge: 34
um nochmal auf die Frage zurück zu kommen:
Das bekannteste Werk ist sicher das "Perger Präludium" in C.
Fpr mich beginnt es etwas dunkel, was sich dann zu einer lieblichen andächtigen Stimmung wendet, bis es wieder leicht düster und schwül endet, Dauer ca. 2 min und 30
Den Zusatz "für Orgel" trägt aber keines seiner Werke, aber die Ausführung ist auf der Orgel eben am naheliegensten.
(siehe Erklärungen in "Werke für Orgel" Musikwissenschaftlicher Verlag Wien)

Längere und größere Orgelwerke gibt es nicht, und wohl einige Kompositionen sind laut Bruckner "Versuchen versch[iedener] Contr[apunkte] -> Fuge in c, WAB131

Improvisationen Bruckners sind leider nicht auf Tonband erhalten, dazu wurde die Technik zu spät erfunden...
Aber im Musikwissenschaftlichen Verlag Wien (Band XII/6) ist eine Improvisationsskizze von Bruckner vorhanden (für die Hochzeit der Erzherzogin Marie in Bad Ischl), ausgeführt wurde die Improvisation nicht, weil abgelehnt.

Im Bruckner-Geburtshaus findet man ein paar "Themen" über die Bruckner in England improvisierte...


Dass Bruckner nur 5 Literaturstücke "konnte" möchte ich nicht ganz glauben, aber sehr viele waren es nach Ansicht der Forscher nicht - man improvisierte ja sehr oft und gerne (wer bei "Organistenprüfungen" in bestimmten Zeitabschnitten wie Barock... Literatur verwendete, dem konnte der Ausschluss von der Prüfung drohen)
__________________
Grüße
Joachim
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