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| | #1 (permalink) |
| der Ehrfürchtige Registriert seit: 29.08.2008 Ort: Budapest
Beiträge: 92
| H.I.F. Biber Die Musik Anton Bruckners scheint mir die Krone einer Entwicklung, besser gesagt einer Tradition zu sein, die von den "Urvatern" der österreichisch-habsburgischen Musik (wie Isaac oder Senfl) durch Meistern wie J.J. Fux und Michael Haydn bis hin zum zum großen "Schulgehülfensymphoniker" eicht. Ein Glied in dieser Reihe, ein Komponist, der meines Erachtens tief im Inerren vieles mit Bruckner gemeinsam hat (nicht nur die große Anlage seiner Messen, sondern eher die mystische Herangehensweise an die Musik selbst, die sich am Besten in seinen Rosenkranzsonaten zeigen lässt), ist Heinrich Ignaz Franz von Biber. Etwas Biographisches von SalzburgWiki: "Am 12. August 1644 in Wartenberg, Nordböhmen (heute Straz pod Ralskem/Tschechische Republik) als Sohn von Martin und Maria Biber geboren und getauft, erhielt Heinrich Biber wahrscheinlich ersten Musikunterricht bei dem Wartenberger Schullehrer, Kantor und Organisten Wiegand Knöffel. Weiters wurde er in einem Jesuiten-Gymnasium in Troppau, wo er Kontakt mit Paul Josef Vejavanovsky, einem Trompeter und später auch Kapellmeister des Erzbischofes von Kremsier, hatte, musikalisch fortgebildet. Angeblich soll Heinrich Biber auch Unterricht bei Johann Heinrich Schmelzer in Wien und Antonio Bertali (Hofkapellmeister in Wien) genommen haben. 1668 trat er als Musiker und Kammerdiener in die Dienste des Fürst-Bischofs von Olmütz, Karl Graf Liechtenstein-Kastelkorn, einem ehemaligen Salzburger Domdechanten, auf Schloss Kremsier (Kromeriz). In diese Zeit fallen auch seine ersten Kompositionen (1663 vollendete er seine erste bekannte Komposition, ein "Salve Regina" für Sopran, Violine, Gambe und Orgel). Im Jahre 1670 erhielt Biber den Auftrag zu einer Dienstreise nach Tirol (Innsbruck), um bei dem damals berühmten Geigenbauer Jakob Stainer Instrumente abzunehmen. Von dieser Reise kehrte er unerlaubterweise jedoch nicht mehr nach Kremsier zurück, sondern trat in die Dienste des Salzburger Erzbischofs Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg. Ab 1677 unterrichtete Biber die Domsängerknaben im Kapellhaus. In Salzburg wurde Heinrich am 12. Dezember 1678 dann salzburgischer Vizekapellmeister und am 6. März 1684, nach dem Tod seines Vorgängers Andreas Hofer, wirklicher Kapellmeister (Hofkapellmeister und Leiter des Kapellhauses). Am 3. Mai 1687 verstarb Bibers Dienstherr Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg. Dessen Nachfolger Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein hatte kein Interesse an höfischer Musik. Daher widmete sich Biber von nun an verstärkt der Komposition von geistlichen Werken. Heinrich Biber war schon zu Lebzeiten ein sehr berühmter Geiger und Komponist. 1686 erhielt er vom Kaiser Leopold I. ("vor dem er zweimal sich hat hören lassen") eine goldene Gnadenkette und wurde am 7. Juli 1690 von dem selben in den Adelsstand erhoben mit dem Privileg, sich Biber "von Bibern" nennen zu dürfen. Salzburger Publikation: 5. Dezember 1690. Am 3. November 1692 folgte die Ernennung zum Truchsess durch seinen Dienstherren Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein. Zu dieser Zeit betrug sein Einkommen pro Monat: 60 Gulden, freie Wohnung, Wein, Brot und Brennholz. Am 3. Mai 1704 starb Heinrich Biber im Haus Sigmund-Haffner-Gasse 3 in Salzburg, und wurde am nächsten Tag am Friedhof von St. Peter begraben." |
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| | #2 (permalink) |
| der Ehrfürchtige Registriert seit: 29.08.2008 Ort: Budapest
Beiträge: 92
| Wieder hab' ich mich mal von der Barockmusik begeistern lassen: Meine neueste "Entdeckung" ist die Musik von Johann Heinrich Schmelzer, ein gebürtiger Niederösterreicher - somit Bruckner Landsmann! Nicht nur seine Bläsermusik, die ich schon von früher lieben gelernt habe, oder seine geistliche Musik, aber gerade seine Soloviolinsonaten haben mich angetan. Darin ist er Biber ganz ebenbürtig, er schrieb fantastische und tiefgründige Musik, die zeitweise eben so "unzeitgemäß" erscheint, wie die Bruckners, wenn auch auf anderer Weise (er entwickelt Melodien die völlig "unbarock" sind). Weiter möcht ich noch die Triosonaten und die "Letzten Messen" von Jan Dismas Zelenka denen empfehlen, die diese "Begegnung" noch nicht wagten... ![]() |
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| | #3 (permalink) | |
| Super-Moderator Registriert seit: 22.12.2006 Ort: Im Emsland
Beiträge: 945
| Zitat:
Nur zur kleinen Richtigstellung: Wenn man den Geburtsort Ansfelden nimmt, dann ist Bruckner ein Oberösterreicher... ![]() Herzliche Grüße Wolfgang
__________________ "Wenn die Sonne der Kultur tief steht, dann werfen auch Zwerge lange Schatten." (Karl Kraus) | |
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| | #4 (permalink) | |
| der Ehrfürchtige Registriert seit: 29.08.2008 Ort: Budapest
Beiträge: 92
| Zitat:
öööhm ja... irgendwo hab' ich aber gelesen die Familie Bruckners stamme von Niederösterreich... | |
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