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Komponisten und Interpreten, Personen und Klangkörper alles, was nicht in eines der anderen Foren passt, und wo es um Komponisten, Werke, Orchester, Dirigenten und Ensembles geht.

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Alt 08.11.07, 14:49   #1 (permalink)
Holger Grintz
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Giovanni Pierluigi da Palestrina


Giovanni Pierluigi de Palestrina

Der italienische Komponist und Musiker Giovanni Pierluigi de Palestrina wirkte im ausgehenden Mittelalter und der frühen Neuzeit. Über sein genaues Geburtsdatum streiten die Historiker. Vermutlich wurde er im Februar des Jahres 1514 oder 1515 geboren. Sein Name leitet sich von der Geburtsstadt Palestrina ab. Der eigentliche Familienname „Sante“, spielt eine eher untergeordnete Rolle.

Die Reformation der klerikalen Musik in der Renaissance gehört zu seinem größten Vermächtnis. Den Weg zu seinem Lehrer, Claude Goudimel, fand der spätere Komponist im Jahr 1540, als er seiner Heimat den Rücken kehrte, um sein Glück in Rom zu versuchen. Vier Jahre später kam er wieder nach Palestrina zurück und hatte bis 1551 den Posten des Organisten inne. Das Flair der Großstadt Rom hielt ihn aber weiter gefangen.

Sein gutes Verhältnis zum Papst bescherte Palestrina bald eine Führungsposition an der Spitze der damaligen Kirchenmusiker. Das erste, wirklich eigenständige Werk, mit welchem er eigene Wege beschritt und mit den Traditionen und Regeln der bekannten Musikstile bricht, wurde 1560 uraufgeführt. Papst Pius war davon so angetan, dass seine Arbeit in den Spielplan der päpstlichen Kapelle aufgenommen werden sollte.
Das Konzil von Trient, welches sich damit beschäftigte, ob die polyphonen Klänge Palestrinas für die Kirchenmusik geeignet war, beauftragte Palestrina damit, drei neue Messen zu verfassen. Seine Leistung führte schließlich dazu, dass die kunstvollen Elemente beibehalten und fester Bestandteil der kirchlichen Liturgie wurden. Das ruhelose und stetige Schaffen Palestrinas endete erst mit seinem Tod. Er legte am 02. Februar 1594 im Alter von 80 Jahren endgültig den Federkiel aus der Hand. Sein Wirken beschränkte sich nicht nur auf religiöse Arbeiten, auch Stücke weltlicher Prägung sind erhalten geblieben.
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Wer hohe Türme bauen möchte, muss lange beim Fundament verweilen...
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