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| | #11 (permalink) | |
| Super-Moderator Registriert seit: 22.12.2006 Ort: Im Emsland
Beiträge: 945
| Zitat:
eindeutig und unverwechselbar der Kuckuck. Der Kuckuck ist einer meiner Lieblingsvögel - er kommt erfreulicherweise in dem Naturschutzgebiet, das ich als Landschaftswart betreuen darf ("Tinner Dose" im Emsland), noch recht häufig vor. Wenn man dort im Frühjahr bei Sonnenaufgang die Natur beobachtet und den Vogelgesängen lauscht, dann ist es sehr naheliegend, an eine "Vogelsymphonie" zu denken. Der wunderschön klagende Laut des Großen Brachvogels würde sich sehr für ein Thema des Adagois eignen - dazu noch der Ruf der Uferschnepfe und des Rotschenkels - fertig wäre das Gerüst für einen beeindruckenden Satz. Im Scherzo käme der unglaubliche Ruf des Ziegenmelkers - vielleicht zusammen mit dem schauerlichen Gesang des Waldkauzmännchens. Und so weiter und so fort.... Gruß Wolfgang
__________________ "Wenn die Sonne der Kultur tief steht, dann werfen auch Zwerge lange Schatten." (Karl Kraus) | |
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| | #12 (permalink) |
| Vorstadtkinopianist Registriert seit: 25.12.2006
Beiträge: 225
| Off-topic von mir, aber: Im langsamen Satz der 3. Symphonie von Alexander Scriabin "Das göttliche Gedicht", c-moll op. 43, zwitschert es auch ganz allerliebst! Noch mehr in Reinhold Glières 3. Symphonie "Ilya Murometz", 2. Satz. Da sitzt über weite Strecken ein ganzer Riesenwald voller Vögel und diese zaubern einen geheimnisvollen Vogelstimmenklangteppich - im Verlauf wie etliche brucknersche Steigerungen hintereinander folgend - .... ![]() Haberkorn |
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| | #13 (permalink) |
| Stammgast Registriert seit: 25.09.2007
Beiträge: 98
| Der Glière ist wirklich toll, schade, dass die Musik etwas zum Schwulst neigt. Ein schöneres Vogelkonzert habe ich jedoch bislang nicht gehört, zumindest nicht in der Musik ... Zur Pastorale: Nicht nur Kuckuck, sondern auch Wachtel und Nachtigall sind zu hören.
__________________ Hier könnte meine Signatur stehen ... Geändert von Magnifixus (20.10.07 um 15:54 Uhr). |
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| | #14 (permalink) |
| Webmeister Registriert seit: 21.12.2006 Ort: Köln
Beiträge: 2.362
| bei klassik-heute.com gibt es eine recht vernichtende Kritik zu Norringtons "The Romantics", da geht es zwar nicht um Bruckner, aber um Roger Norringtons Sichtweisen, die auch auf Brucknerinterpretationen zutreffen. Die Rezension ist (diesesmal) von Sixtus König, und ist hier nachzulesen: Rezension der Hänssler Classic-DVD-Video 93.901 bei Klassik Heute |
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| | #15 (permalink) |
| pet shop boy Registriert seit: 09.12.2007 Ort: Berlin
Beiträge: 88
| Ich habe im Oktober 2006 im Rosengarten in Mannheim die III. Bruckner in der Fassung von 1873 mit dem SWR-RSO unter Norrington gehört - und war doch eher befremdet und enttäuscht. Ich wusste zwar, dass mich da wohl ein "schlanker" Bruckner erwartet, aber das war mir dann doch ZU schlank, ja, schon fast flach. Die Symphonie ging rasch und glatt über die Bühne, keine Spannung, keine Akzentuierungen - und kaum Gänsehaut! Und das bei Bruckner will schon 'was heißen... Kurzum, mir hat Norrington nicht gefallen - eine Bruckner-CD von ihm würde ich mir nicht kaufen... |
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| | #16 (permalink) |
| Calendar-Girl Registriert seit: 23.12.2006 Ort: Wien
Beiträge: 1.008
| Sehr geehrter Herr Holdschlag, mal ganz abgesehen davon, dass ich jedesmal entzückt bin Ihre Zeilen zu lesen, einer meiner Lieblingsaussagen von Norrington: ... "Bruckner soll ruhig so mystisch wie möglich klingen. Aber wenn er nicht mystisch sein möchte, will ich das nicht forcieren. Mir geht es um das Menschliche in seinen Symphonien, nicht um das Mystische. Davon gibt es schon viel, auch bei Wagner, dem muß man nichts hinzufügen. Aber wenn es, wie in dem großartigen langsamen Satz der sechsten Sinfonie wirklich mystisch wird, lasse ich das zu. Man muß sich aber nicht darin verlieren und darf dabei immer noch wissen, wie spät es gerade ist." (aufgelesen: Konzertprogramm 2006/2007 - Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR) Zeit dürfte eine wichtige Größe in Norringtons Leben spielen |
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| | #17 (permalink) |
| pet shop boy Registriert seit: 09.12.2007 Ort: Berlin
Beiträge: 88
| Lieber Feuervogel, ganz herzlichen Dank für die Blumen! Norrington hat sicher Recht in dem Bestreben, der Tendenz in der Vergangenheit, Bruckner zu mystifizieren, entgegen zu wirken. Auch nach meinem Empfinden ist in Bruckners Musik der (Rück-)Bezug auf das Menschliche sehr deutlich. Aber der Maestro könnte sich bei seiner Deutung in der Tat a bisserl mehr Zeit nehmen... |
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