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| Karikaturen, Bilder, Fotos Von Otto Böhler bis Matthias Richter - Bruckner ist immer im Bilde... |
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| Webmeister Registriert seit: 21.12.2006 Ort: Köln
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| Geboren wurde Josef Anton Bruckner am 4. September 1824 in Oberösterreich, genauer gesagt in Ansfelden. Er wurde als erster von insgesamt zwölf Kindern geboren. Leider überlebten, wie zur damaligen Zeit üblich, nicht alle Kinder der Familie Bruckner, um genau zu sein waren es mit ihm zusammen nur fünf. Sein Großvater und später auch sein Vater waren in Ansfelden Lehrer. Er selbst war Musikpädagoge, Organist und nicht zuletzt ein österreichischer Komponist der Romantik. Bruckner wird nach dem Tod seines Vaters 1837 Sängerknabe im Oberösterreichischem Stift St. Florian. Schon 3 Jahre später wird er in Linz in einem Präparadenkurs zum Lehrer ausgebildet. In den darauf folgenden 2 Jahren wird er in Windhaag, welches im Norden Oberösterreichs liegt, zum Hilfslehrer und beschäftigt sich ausgiebig mit Volkstänzen wie Ländler sowie G'strampfte. Zudem war in dieser Zeit auch Bachs „Kunst der Fuge“ ein bedeutendes Thema für ihn. Ab 1843 ist Bruckner Lehrer. Zuerst in Kronsdorf, ein Ort, der in der Nähe von Steyr zu finden ist, und später dann in St. Florian. Bruckner war somit zum zweiten mal in St. Florian und dies bedeutete für ihn, dass er auf der einen Seite zu einem ansehnlichen Organisten herangereift war und zum anderen fällt der Wandel in seinem Schaffen als Komponist auf. Er schaffte es, zu seinen ersten größeren Messkompositionen zu kommen, ganz zurückgelassen hierbei seine ersten Werke, die kleinen Formen des Männerchores. Im Jahre 1850 schafft es Bruckner, zum Stiftsorganist in St. Florian aufzusteigen. 6 Jahre lang ging er dieser Tätigkeit nach, bis er dann Domorganist in Linz wurde. Bis 1868 bleibt Bruckner in Linz, wo ihm Bischof Franz Josef Rudiger bis 1861 ein Musikstudium ermöglichte. Er studierte bei dem Theoretiker Simon Sechter aus Wien und legte an der Orgel der Piaristenkirche zu Wien seine Prüfung ab. Die Kommission bestand damals aus Hellmesberger, Simon Sechter, Otto Dessoff und Johan Herbeck, der am Ende der Prüfung lakonisch bemerkte: „Er hätte uns prüfen sollen“. In der religiösen Tradition der katholischen Kirche war Bruckner sehr verwurzelt. Es gibt Aufzeichnungen in zahlreichen Notizen in denen täglich seine demütigende Liebe zur Kirche und Gott hervorgeht. Einzig und allein sein Glaube verhalf ihm, gegen seine Gegner und deren Anfeindungen zu seiner Person anzukommen. Bruckner vermochte beispielsweise als streng gläubiger Christ andere Religionen, wie das Judentum, nicht zu verstehen. Allerdings war er kein völkischer Antisemit wie der von ihm so geschätzte Richard Wagner. Durch Otto Kitzler wird Bruckner mit der damaligen modernen zeitgenössischen Musik konfrontiert. Er erlebte unter anderem ein Jahr später Wagners „Tannhäuser“ in Linz. 1863 lernt Bruckner Werke von Franz Liszt sowie Richard Wagner kennen, denn zu diesem Zeitpunkt macht er sich mit Orchestermusik und der großen Welt der Bühne vertraut. Schnell entwickelte sich Bruckners persönlicher genialer Kompositionsstil. Es verging nicht einmal ein Jahr, bis die Hörer seiner Musik von seiner eigenen individuellen Persönlichkeit gefesselt wurden. Noch im gleichen Jahr wird Bruckner von Ignaz Dorn mit weiteren Werken Franz Liszts und Berloiz konfrontiert. Bruckner überwindet so die letzten Züge des Stils der sehr strengen Sechterschen Schule. Bruckner verfasste insgesamt 11 Sinfonien. Unter anderem widmete er beispielsweise die 7. Sinfonie dem bayerischen König Ludwig II. Kaiser Franz Joseph wurde die 8. Sinfonie geschrieben und die letzte Sinfonie widmete er mit den Worten „wenn er sie nehmen mag“ dem lieben Gott. Letzte Widmung stammt allerdings nicht aus der eigenen Hand Bruckners, denn diese wurde von ihm nie vollendet und ist bis heute auch teilweise verschollen. Nach der Zeit, in der er sich in Linz aufhielt, ging er nach Wien und wurde Simon Sechters Nachfolger am Konservatorium und zeitgleich zum Hoforganisten ernannt. Er wurde von seinen Schülern dort hoch geschätzt. Unter anderem unterrichtete er Hans Rott, Friedrich Klose, Heinrich Schenke, Felix Mottl, Mathilde Kralik von Meyrswalden, Ferdienand Löwe, Gustav Mahler und Hugo Wolf sowie die Brüder Franz und Joseph Schalk. Auch wenn einige nicht zu seiner Unterrichtsklasse gehörten, verfolgten sie gerne seine Vorlesungen. Auch wenn Bruckner als sehr streng und traditionell galt, seinen Schülern unter anderem während des Studiums freie Kompositionen untersagte, mochten ihn viele. Bruckner war zufrieden mit sich, jedoch versuchte er in dieser Zeit immer wieder erfolglos um die Gunst von Frauen zu buhlen. Zeit seines Lebens verbrachte er immer wieder damit, jungen Frauen um die 20 Heiratsanträge in brieflicher Form zukommen zu lassen. Im Grunde war es die Suche nach Anerkennung ähnlich wie in der Musik. Leider war hier nichts mit Zeugnissen und dergleichen zu machen. Aus diesem Grund schränkte Bruckner in dieser Zeit die Suche erfolglos ein. Auch wenn Bruckner erst sehr spät in seinem Leben die Ehre zu teil wurde, als zeitgenössischer Komponist gewürdigt zu werden, gehörte seine Person doch zu den innovativsten und wichtigsten Tonschöpfern seiner Zeit. Er hat großen Einfluss auf die Musikgeschichte mit seinen Werken, bis ins 20. Jahrhundert hinein, genommen. Die bekanntesten und für die Musikwelt bedeutendsten Kompositionen sind die zudem groß angelegten Sinfonien. Die Welt der Kirchenmusik wurde durch ihn unter anderem um die wichtigen Werke wie ein Tedeum und drei große Messen bereichert. Seine Improvisationen riefen Bewunderung hervor und genau aus diesem Grund gilt er in der Musikgeschichte als einer der größten Organisten. Aber auch wenn Bruckner ein begnadeter Komponist und augenscheinlich perfekt zu sein schien, litt er an verschiedensten Ängsten und Zwangsvorstellungen. Beispielsweise trug er aus Furcht vor Pollution in der öffentlichen Gesellschaft ein undurchlässiges Unterkleid. Allerdings dürfte sein Zählzwang weitaus bekannter sein. Dieser ist unter anderem in seinen Taktperioden, die durchgängig nummeriert sind, zu bemerken. Gustav Mahler soll einst im Bezug auf Bruckner „Halb ein Gott, halb ein Trottel“ gesagt haben. Das Vorurteil, ein Bauerntrottel gewesen zu sein, lastet teilweise bis heute auf seiner Person. Aber wenn man sich der Tatsache bewusst ist, dass Bruckner ausgebildeter Lehrer für höhere Schulen gewesen ist und somit zur obersten Bildungsschicht Österreichs gehörte, lässt sich dieses Vorurteil recht schnell widerlegen. 1875 wurde er dann an der Wiener Universität Lektor für Musiktheologie. In dieser Zeit wurde es kompositorisch stiller um ihn aber trotz allem wurde ihm die Würde zu Teil, 1891 zum Ehrendoktor der Universität Wien ernannt zu werden. Ehrenbürger der Stadt Linz wurde er nur 3 Jahre später. Leider blieb ihm von dieser Ehrung zu Lebtagen nicht viel denn schon 2 Jahre später, am 11. Oktober 1896 stirbt Josef Anton Bruckner in Kustodenstökl in Wien. Beigesetzt wurde er in der Krypta des Stiftes St. Florian, unter der Orgel. |
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