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Fundgrube und Kuriositäten (Videos, Links etc.) Sonstige Kuriositäten und Interessantes zu und über Bruckner

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Alt 10.03.08, 18:48   #1 (permalink)
Holger Grintz
Webmeister
 
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Registriert seit: 21.12.2006
Ort: Köln
Beiträge: 2.362
Monte Olivetti

Zitat:
[...]Das Gesangsquartett unter Leitung von Dr. Friedemann Nassauer bereicherte das Passionskonzert mit »In monte Olivetti« von Anton Bruckner (1824-1896) und regte mit den Werken »Herzliebster Jesu« und »O Haupt voll blut und Wunden« von Johann Sebastian Bach zum Nachdenken an. [...]
gefunden: Musik ist ein großes Geschenk - Kreis - Gießener Allgemeine

gibt es dieses Werk? Bei google finde ich mit der Bezeichnung WAB 17, aber hier in unserem Werkverzeichnis heisst es anders. Irgendwie passt der Titel auch gar nicht zu Bruckner
__________________
Wer hohe Türme bauen möchte, muss lange beim Fundament verweilen...
Holger Grintz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.03.08, 22:30   #2 (permalink)
Feuervogel
Calendar-Girl
 
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Registriert seit: 23.12.2006
Ort: Wien
Beiträge: 1.008
Pardon, hab Deinen Beitrag zu spät gesehen

Das Gesangsquartett unter Leitung von Dr. Friedemann Nassauer bereicherte das Passionskonzert mit »In monte Olivetti« von Anton Bruckner (1824-1896) und ...

Nehme mal an das ist WAB 17, "In jener letzten der Nächte"
Der Text des nur 22 Takte langen Stückes stammt aus dem evangelischen Erbauungsbuch "Die heilige Passion, gefeiert in Liedern, Betrachtungen und Gebeten" und würde also in die Zeit passen - demnach wäre das die Nacht am Ölberg.
Feuervogel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.09.08, 17:52   #3 (permalink)
Tschabrendeki
der Ehrfürchtige
 
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Registriert seit: 29.08.2008
Ort: Budapest
Beiträge: 92
Ich weiss nicht WAB-wieviel, aber hier ist's:
http://wso.williams.edu/cpdl/sheet/b...r/bruc-inm.pdf

Wer's hören möchte:
YouTube - Anton Bruckner "In Monte Oliveti" Kirchenchöre Leverkusen

(ich hab bloß eingegoogelt)

No, wos sagt ihr?
Tschabrendeki ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.09.08, 18:46   #4 (permalink)
laubandel
Hoforganist
 
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Registriert seit: 26.12.2006
Ort: Breisach
Beiträge: 173
choralwiki ist eine unerschöpfliche Quelle freier Noten - Editionen gemeinfreier Werke und viele gutgemachte Arrangements von Chorleitern rund um den Globus. Schön, daß Du den link hier eingebracht hast.

grüßle

laubandel
Zitat:
Zitat von Tschabrendeki Beitrag anzeigen
Ich weiss nicht WAB-wieviel, aber hier ist's:
http://wso.williams.edu/cpdl/sheet/b...r/bruc-inm.pdf

Wer's hören möchte:
YouTube - Anton Bruckner "In Monte Oliveti" Kirchenchöre Leverkusen

(ich hab bloß eingegoogelt)

No, wos sagt ihr?
__________________
Das Leben ist wie ein Gartenschlauch:
Wenn man das Licht ausmacht, fällt der Fisch von der Wand.
laubandel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.09.08, 19:09   #5 (permalink)
Tschabrendeki
der Ehrfürchtige
 
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Registriert seit: 29.08.2008
Ort: Budapest
Beiträge: 92
Und? Ist das das obengenannte WAB17?
Bin gespannt.
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Alt 04.09.08, 18:28   #6 (permalink)
Tschabrendeki
der Ehrfürchtige
 
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Ort: Budapest
Beiträge: 92
YouTube - "In Monte Oliveti" Bruckner, Concordia choir
Tschabrendeki ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.09.08, 00:13   #7 (permalink)
laubandel
Hoforganist
 
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Ort: Breisach
Beiträge: 173
Ölberg

ganz einfach - das eine ist deutsch und das andere latinum.

Eine schlichte textliche Version des Gründonnerstags, und vielleicht hat Bruckner darum auf den "evangelischen" Text zurückgegriffen, weil die "katholische" Lesart dafür den Feiertag Fronleichnam schuf.

anbei zwei Wiedergaben aus Göllerich-Auer: die deutschsprachige Version.

(leider nicht sichtbar, upload funktioniert nicht, versuche das später wieder)
__________________
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Alt 05.09.08, 13:09   #8 (permalink)
Tschabrendeki
der Ehrfürchtige
 
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Ort: Budapest
Beiträge: 92
Ich konnte nachforschen: In monte Oliveti ist definitiv WAB17.
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Alt 13.04.09, 20:56   #9 (permalink)
laubandel
Hoforganist
 
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Ort: Breisach
Beiträge: 173
In Monte oliveti, Christus factus est

Liebe Brucknerfreunde,

vor ein paar Tagen, diesen Karfreitag, gab es mit meinem "neuen" Kirchenchor den ersten Auftritt beim Karfreitagsgottesdienst, und was denkt ihr welcher Komponist gleich zweimal auf dem Programm stand? Richtig! Den Auftakt dieser a capella gestalteten Liturgie machte "In monte oliveti", ein Stück des noch jungen (24 jährigen!) Bruckner, was wir in der lateinischen Version sangen. Schlicht, aber ausdrucksstark, den Bezug zu Mendelssohn nicht verleugnend, ist dies ein Stück, das keine größeren Hürden für einen laienchor darstellt. Die gibt es um so mehr in der großen Motette "Christus factus est", die gespickt ist mit chromatischen/enharmonischen Harmonien und in der die selbständige kontrapunktische Schichtung der Stimmen ganz ähnlich wie in den Symphonien abläuft. Also ein gehöriger Brocken, wo die eigentlichen Schwierigkeiten in der ersten Hälfte liegen. Die hat der Chor ganz erstaunlich in den ersten beiden Proben gemeistert - die Rede ist z.B vom gang von d-Moll nach Des-Dur bis zur ersten Generalpause und der dann anschließenden stufenweisen Verwandlung vom grabesschweren As-Dur zum lichten E-Dur-cis-Moll-H-Dur. Für den Schluß hätte es wohl noch mehr Probenzeit gebraucht, und das werden wir dem Stück später noch gönnen, jedenfalls, gingen wir nach ständig auf der letzten Seite "geschmissenen" Proben - no risk no fun - in den Gottesdienst und da klappte es dann phänomenal. Wer nun glaubt, das sei alles eine "katholisch-düstere" karfreitagsbetrachtung, wie das ein befreundeter evangelischer Pfarrer deutete, der übersieht eben jene aufhellungen und vor allem die vertraute "Himmelsleiter" (vgl. das non confundar des Tedeum, der Siebente Symphonie und anderswo), die unbedingt schon die bewegung zur Hoffnung hin andeutet, die, wenn man so will, Ostern durchschimmern läßt. Und dann das beinahe manisch-magisch in allen Stimmen wiederholte d im letzten Viertel der Motette, die in Bruckners unnachahmlicher Weise den "nomen super one nomen" als den symbolischen deus-Ton "d" enthüllt.
Das dritte Stück war die vierstimmige Hymne "O crux ave" des gestrengen Herrn Palestrina, fast schon entspannend freilich nach dem vorangegangenen Kraftakt. Das mit seinen 32 Takten überschaubare Stück strahlt eine äthersiche Schönheit aus und umfasst doch eine innere Bewegtheit, die vor allem in den ständigen Gegenmetren des Tenors spürbar wird.

Grüßle

laubandel

P.S. Wäre es nicht möglich, den Threadtitel mal in richtige Schreibweise abzuändern? Es ist ja nett, zum Stressabbau beim Üben als neckenden Namen einmal "Schreibmaschinenstück" in die Runde zu werfen, aber... dann wirds wieder ernst!
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Wenn man das Licht ausmacht, fällt der Fisch von der Wand.

Geändert von laubandel (13.04.09 um 21:17 Uhr).
laubandel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.09, 10:59   #10 (permalink)
Wolfgang
Super-Moderator
 
Benutzerbild von Wolfgang
 
Registriert seit: 22.12.2006
Ort: Im Emsland
Beiträge: 945
@ laubandel

Das klingt alles richtig gut - Gratulation!
Wenn ich in der Nähe gewesen wäre, dann hätte ich gern zugehört...

Gruß Wolfgang
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"Wenn die Sonne der Kultur tief steht, dann werfen auch Zwerge lange Schatten." (Karl Kraus)
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