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| Fundgrube und Kuriositäten (Videos, Links etc.) Sonstige Kuriositäten und Interessantes zu und über Bruckner |
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| | #1 (permalink) | |
| Webmeister Registriert seit: 21.12.2006 Ort: Köln
Beiträge: 2.362
| Monte Olivetti Zitat:
gibt es dieses Werk? Bei google finde ich mit der Bezeichnung WAB 17, aber hier in unserem Werkverzeichnis heisst es anders. Irgendwie passt der Titel auch gar nicht zu Bruckner ![]() | |
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| | #2 (permalink) |
| Calendar-Girl Registriert seit: 23.12.2006 Ort: Wien
Beiträge: 1.008
| Pardon, hab Deinen Beitrag zu spät gesehen Das Gesangsquartett unter Leitung von Dr. Friedemann Nassauer bereicherte das Passionskonzert mit »In monte Olivetti« von Anton Bruckner (1824-1896) und ... Nehme mal an das ist WAB 17, "In jener letzten der Nächte" ![]() Der Text des nur 22 Takte langen Stückes stammt aus dem evangelischen Erbauungsbuch "Die heilige Passion, gefeiert in Liedern, Betrachtungen und Gebeten" und würde also in die Zeit passen - demnach wäre das die Nacht am Ölberg. |
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| | #3 (permalink) |
| der Ehrfürchtige Registriert seit: 29.08.2008 Ort: Budapest
Beiträge: 92
| Ich weiss nicht WAB-wieviel, aber hier ist's: http://wso.williams.edu/cpdl/sheet/b...r/bruc-inm.pdf ![]() Wer's hören möchte: YouTube - Anton Bruckner "In Monte Oliveti" Kirchenchöre Leverkusen (ich hab bloß eingegoogelt) No, wos sagt ihr? |
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| | #4 (permalink) | |
| Hoforganist Registriert seit: 26.12.2006 Ort: Breisach
Beiträge: 173
| choralwiki ist eine unerschöpfliche Quelle freier Noten - Editionen gemeinfreier Werke und viele gutgemachte Arrangements von Chorleitern rund um den Globus. Schön, daß Du den link hier eingebracht hast. grüßle laubandel Zitat:
__________________ Das Leben ist wie ein Gartenschlauch: Wenn man das Licht ausmacht, fällt der Fisch von der Wand. | |
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| | #7 (permalink) |
| Hoforganist Registriert seit: 26.12.2006 Ort: Breisach
Beiträge: 173
| Ölberg ganz einfach - das eine ist deutsch und das andere latinum. Eine schlichte textliche Version des Gründonnerstags, und vielleicht hat Bruckner darum auf den "evangelischen" Text zurückgegriffen, weil die "katholische" Lesart dafür den Feiertag Fronleichnam schuf. anbei zwei Wiedergaben aus Göllerich-Auer: die deutschsprachige Version. (leider nicht sichtbar, upload funktioniert nicht, versuche das später wieder)
__________________ Das Leben ist wie ein Gartenschlauch: Wenn man das Licht ausmacht, fällt der Fisch von der Wand. |
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| | #9 (permalink) |
| Hoforganist Registriert seit: 26.12.2006 Ort: Breisach
Beiträge: 173
| In Monte oliveti, Christus factus est Liebe Brucknerfreunde, vor ein paar Tagen, diesen Karfreitag, gab es mit meinem "neuen" Kirchenchor den ersten Auftritt beim Karfreitagsgottesdienst, und was denkt ihr welcher Komponist gleich zweimal auf dem Programm stand? Richtig! Den Auftakt dieser a capella gestalteten Liturgie machte "In monte oliveti", ein Stück des noch jungen (24 jährigen!) Bruckner, was wir in der lateinischen Version sangen. Schlicht, aber ausdrucksstark, den Bezug zu Mendelssohn nicht verleugnend, ist dies ein Stück, das keine größeren Hürden für einen laienchor darstellt. Die gibt es um so mehr in der großen Motette "Christus factus est", die gespickt ist mit chromatischen/enharmonischen Harmonien und in der die selbständige kontrapunktische Schichtung der Stimmen ganz ähnlich wie in den Symphonien abläuft. Also ein gehöriger Brocken, wo die eigentlichen Schwierigkeiten in der ersten Hälfte liegen. Die hat der Chor ganz erstaunlich in den ersten beiden Proben gemeistert - die Rede ist z.B vom gang von d-Moll nach Des-Dur bis zur ersten Generalpause und der dann anschließenden stufenweisen Verwandlung vom grabesschweren As-Dur zum lichten E-Dur-cis-Moll-H-Dur. Für den Schluß hätte es wohl noch mehr Probenzeit gebraucht, und das werden wir dem Stück später noch gönnen, jedenfalls, gingen wir nach ständig auf der letzten Seite "geschmissenen" Proben - no risk no fun - in den Gottesdienst und da klappte es dann phänomenal. Wer nun glaubt, das sei alles eine "katholisch-düstere" karfreitagsbetrachtung, wie das ein befreundeter evangelischer Pfarrer deutete, der übersieht eben jene aufhellungen und vor allem die vertraute "Himmelsleiter" (vgl. das non confundar des Tedeum, der Siebente Symphonie und anderswo), die unbedingt schon die bewegung zur Hoffnung hin andeutet, die, wenn man so will, Ostern durchschimmern läßt. Und dann das beinahe manisch-magisch in allen Stimmen wiederholte d im letzten Viertel der Motette, die in Bruckners unnachahmlicher Weise den "nomen super one nomen" als den symbolischen deus-Ton "d" enthüllt. Das dritte Stück war die vierstimmige Hymne "O crux ave" des gestrengen Herrn Palestrina, fast schon entspannend freilich nach dem vorangegangenen Kraftakt. Das mit seinen 32 Takten überschaubare Stück strahlt eine äthersiche Schönheit aus und umfasst doch eine innere Bewegtheit, die vor allem in den ständigen Gegenmetren des Tenors spürbar wird. Grüßle laubandel ![]() P.S. Wäre es nicht möglich, den Threadtitel mal in richtige Schreibweise abzuändern? Es ist ja nett, zum Stressabbau beim Üben als neckenden Namen einmal "Schreibmaschinenstück" in die Runde zu werfen, aber... dann wirds wieder ernst!
__________________ Das Leben ist wie ein Gartenschlauch: Wenn man das Licht ausmacht, fällt der Fisch von der Wand. Geändert von laubandel (13.04.09 um 21:17 Uhr). |
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| | #10 (permalink) |
| Super-Moderator Registriert seit: 22.12.2006 Ort: Im Emsland
Beiträge: 945
| @ laubandel Das klingt alles richtig gut - Gratulation! Wenn ich in der Nähe gewesen wäre, dann hätte ich gern zugehört... Gruß Wolfgang
__________________ "Wenn die Sonne der Kultur tief steht, dann werfen auch Zwerge lange Schatten." (Karl Kraus) |
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