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| Super-Moderator Registriert seit: 22.12.2006 Ort: Im Emsland
Beiträge: 945
| Brian Greene: Der Stoff, aus dem der Kosmos ist Nachdem Brian Greene ein faszinierendes Buch "Das elegante Universum" geschrieben hat, ist jetzt von ihm ein neues Werk mit dem Titel "Der Stoff, aus dem der Kosmos ist" erschienen. Greene gehört zu den führenden Physikern auf dem Gebiet der Superstrings. Die Unvereinbarkeit der allgemeinen Relativitätstheorie Einsteins und der Quantenmechanik ist das wohl größte Problem der heutigen Physik - beide Theorien sind in ihren Bereichen von bestechender Relevanz (die Relativitätstheorie im Bereich des Großen, die Quantenmechanik im Bereich des Kleinsten). Die Superstringtheorie (die neueste Version nennt sich M-Theorie) versucht, hier eine Vereinheitlichung zu schaffen. Was hat das nun mit Musik zu tun? Die Superstringtheorie lässt das Universum aus Schwingungen bestehen. Das ist für mich ein schöner Gedanke: Die Welt - eine Art von Musik! Ich zitiere mal einen kurzen Auszug, der vielleicht den einen oder anderen Brucknerfreund zum Lesen dieses bemerkenswerten Buchs animiert: "Wie wir sehen werden, ist der Ausgangspunkt der Superstringtheorie eine neue Antwort auf eine alte Frage: Welches sind die kleinsten, unteilbaren Bestandteile der Materie? Jahrzehntelang lautete die konventionelle Antwort, die Materie bestehe aus Elementarteilchen - Elektronen und Quarks -, die man als Punktteilchen ohne Ausdehnung und innere Struktur modellieren könne. Die konventionelle Theorie behauptet - und sieht sich darin durch Experimente bestätigt -, dass sich diese Teilchen in unterschiedlicher Weise zu Protonen, Neutronen und der bunten Vielfalt von Atomen und Molekülen zusammenfügen, aus der alle Dinge unserer Alltagswelt bestehen. Die Superstringtheorie entwirft ein anderes Bild. Zwar stellt sie nicht in Abrede, dass Elektronen, Quarks und die anderen in Experimenten offenbarten Teilchenarten eine Schlüsselrolle spielen, erklärt aber, diese Elemtarteilchen seien keine Pünktchen. Laut Superstringtheorie besteht jedes Teilchen aus einem winzigen Energiefaden, rund hundert Milliarden Milliarden mal kleiner als ein einzelner Atomkern (und damit viel zu klein für unsere heutigen Experimentaltechniken) und wie eine winzige Saite geformt. Genau wie eine Violinsaite verschiedene Schwingungsraster aufweisen kann, deren jedes einem anderen Ton entspricht, so weisen auch die Fäden der Superstringtheorie verschiedene Schwingungsmuster auf." (S.33) Wie sehr hätte damit also Joachim-Ernst Berendt Recht, der seinem Werk "Nada Brahma" den Untertitel "Die Welt ist Klang" gegeben hat. Und wir Brucknerfreunde wissen auch, warum wir - wenn wir Bruckners Musik hören - dem Wesen der Welt ganz nahe sind... ![]() Gruß Wolfgang
__________________ "Wenn die Sonne der Kultur tief steht, dann werfen auch Zwerge lange Schatten." (Karl Kraus) Geändert von Wolfgang (08.07.08 um 09:21 Uhr). |
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