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Brucknertage St. Florian Informationen zu den jährlich stattfindenden Brucknertagen in St. Florian

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Alt 22.08.07, 14:10   #11 (permalink)
Holger Grintz
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Fotos von John Proffitt

Hier sind ein paar Fotos, die John per Mail geschickt hat.
Bei dieser Gelegenheit:

Habt Ihr auch noch Fotos, die Ihr geschossen habt?? Ihr könnt mir diese gerne per Mail schicken (admin(at)brucknerfreunde.at) oder hier als Anhang einstellen.

Ich freue mich auf Eure Bilder!






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Wer hohe Türme bauen möchte, muss lange beim Fundament verweilen...
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Alt 22.08.07, 22:17   #12 (permalink)
Holger Grintz
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Diese Bilder sandte mir soeben ein Mitglied zu, welcher das ausserodentliche Privileg hatte, direkt im Stift zu nächtigen.
Das werde ich das nächste Mal auch machen, nicht nur wegen des Obsttellers.









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Holger Grintz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.07, 13:47   #13 (permalink)
Holger Grintz
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Es ist Sonntag und der Himmel über Ansfelden strahlt blau und wohlwollend.

Auf dem Parkplatz vor dem Hotel stehen noch einige Autos, aber es herrscht spürbare "Aufbruchstimmung". Menschen mit Rollkoffern und aufgefalteten Landkarten beladen ihre Autos mit den unterschiedlichsten Länderkennzeichen. Deutsche, Franzosen, Italiener, Holländer, Österreicher.
Auch der Buchbinder Transporter, der dezent in einer der hinteren Ecken des Parkplatzes geparkt war, und dessen Ladefläche mit Pauken und Notenständern beladen war, und in dem auch ein Frack aufgehängt war, ist nicht mehr da.

Was nun? Wie geht es weiter mit diesem angebrochenen Tag?? Sollte es das gewesen sein? Keine Leute mehr im Hotel, und der Frack, der im wahrsten Sinne des Wortes am "Nagel" hängt befindet sich wohl schon auf der Piste irgendwo zwischen Ansfelden und Innsbruck.

Ich steige in mein viel zu kleines Auto, mit der festen Absicht, dem Stift ebenfalls noch Lebewohl zu sagen, um dann Richtung Flughafen zu fahren.
Da zwängt sich ein Mann (er hatte vor nicht ganz zwei Tagen am Pult des European Philharmonic Orchestra gestanden) neben mich in das viel zu kleine Auto und meint, wir müssen noch in den Ort, um uns Bruckners Geburtshaus anzuschauen.

Wortlos starte ich den Motor und fahre los. Es ist überhaupt ein sehr wortkarger Tag, und trotz des strahlenden und einladenden Wetters ist die Stimmung eher....trüb.

Neben Bruckners Geburtshaus steht ein Palais, welches man schon von unten gut sehen kann:


"Siehst Du das, das stand damals hier auch schon. Dort hat Bruckner seine ersten Eindrücke von "grossen Räumen" gewonnen. Siehst Du diese Bäume hier? Die hat es alle zu Bruckners Zeiten auch schon gegeben, genau an der gleichen Stelle."

Wir betreten die Kirche, er geht zum Weihwasser und dann auf die Knie.
Anschliessend für eine Weile auf einen Platz im vorderen Drittel der Kirche auf einer Kirchenbank. Totenstille. Ich nehme ca. fünf Reihen dahinter auch Platz.

Und dann wieder der Blick nach oben:


"Siehst Du das, das sind "Räume". Ohne diese Eindrücke von Räumen, die Bruckner schon in seiner frühesten Kindheit gehabt hat, hätten wir wohl heute seine Sinfonien nicht..."

und wieder Stille. Wortlos besteigen wir wieder das viel zu kleine Auto, und machen uns auf den Weg Richtung Pöstlingberg. Auch ein Ort, an den Bruckner gerne gegangen ist.
Und wieder das gleiche Ritual. Wir betreten den heiligen Ort, er geht zum Weihwasser und kniet nieder, nimmt dann Platz im vorderen Teil der Kirche auf einer Kirchenbank. Es vergehen, vier, fünf, vielleicht auch 10 Minuten.

Dann der Blick nach oben:


"Weisst, Du, wenn der Bruckner in Norddeutschland aufgewachsen wäre, dann hätten wir heute seine Sinfonien nicht..."

Auf der Aussichtsplattform, von der aus man einen herrlichen Blick über Linz hat gibt es eine Bank, auf die wir uns setzen.... wortlos.


Ich frage, wie es denn jetzt weiter geht?

Ich bekomme eine Antwort, die mich nicht zufriedenstellt, aber ich insistiere nicht weiter. Wir nehmen wieder Platz in dem viel zu kleinen Auto.

Am Hauptbahnhof Linz gibt es dann noch eine kurze Verabschiedung.

Das wars.
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