| Bruckner nach seiner ersten Begegnung mit Wagner "Er war ungemein liab und freundli mit mir und hat mi bald gern ghabt, ja sogar ausgezeichnet. Aber i hab im no net traut und hab dem Meister no nix (von den bisherigen Tonschöfungen) segn lassen. Im Anfang hab i net amal soviel Schneid ghabt, daß i mi in seiner Gegenwart niedergsitzt hätt, er aber war alleweil gleich liab zu mir, hat im alle Abend eingeladen und die ganzen vierzehn Tag bitt, i soll do die Aufführung abwarten. Wie nachher die Frau Schnorr (Darstellerin der Isolde) alleweil nu nit gsund worden is, hab i wieder nach Linz zruck müassen. Am Dienstag nach Pfingsten bin i aber wieder nach München gfahren. In Meister hat’s recht gfreut, ja er hat si(ch) eigens schön bedankt, daß i wieder kommen bin!"
Quelle: Hans Commenda: Geschichten um Anton Bruckner", Verlag H.Muck |