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| Anton Bruckner IX. Finale - nachgefragt! Hochkaräter aus der "Brucknerszene"melden sich zu Wort |
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| Stammgast Registriert seit: 05.07.2007
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Eine Übersicht findest du auf John Berkys Bruckner-Homepage. Die anerkannt philologisch genaueste ist dabei die Rekonstruktion des Teams Samale/Mazzuca/Philips/Cohrs. Hören sollte man m. E. auf jeden Fall 1. Wildner (CD Naxos 1998). Ordentliche Interpretation und sehr gute Aufnahmequalität. 2. Interpretatorisch leicht vorzuziehen ist Daniel Harding, da er die Partitur präziser und kompromissloser umsetzt. Davon gibt es aber m. W. nur einen Live-Bootleg von 2007 in befriedigender Tonqualität. 3. Auch erwähnenswert ist die Aufnahme von Nicolaus Harnoncourt, der ausschließlich die vorliegenden, komponierten und (nahezu) vollständig instrumentierten Teile der Partitur spielt, und dazwischen jeweils Kommentare auf Deutsch und Englisch gibt. Hörenswert. Die neuen Aufnahmen von Friedemann Layer sowie von Couton (Letocart-Rekonstruktion) kenne ich leider noch nicht. Eher nicht haben muss man: - Markus Bosch (Aachener SO 2007). Dies habe ich live erlebt, wie Bosch die Kirche mit einer Sporthalle verwechselte. Wer Harnoncourt zu langsam findet, ist hier möglicherweise richtig. - Eliahu Inbal (Frankfurt RSO 1987). Ich habe zwar großen Respekt vor diesem Dirigenten, weil seine Ersteinspielung der Erstfassungen und auch dieses Finales eine Großtat fürs Repertoire war. Dennoch, sein Bruckner klingt für mich wenig differenziert und etwas lärmend. Zudem verwendet er natürlich eine ältere Version der SPCM-Rekonstruktion. Die Version ab 1998 ist hörbar organischer. - Kurt Eichhorn (Bruckner Orchester Linz 1993). Hier gehen leider einige Details unter, und das trotz der längsten Spielzeit aller verfügbaren Aufnahmen des Finals. Marthé hat m. E. kein Finale komponiert, sondern eher eine Fantasie. Das ist schon hörenswert. Allerdings leider in bestenfalls befriedigender Tonqualität, zudem mit sehr viel Hall (Kirche). | |
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