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Anton Bruckner IX. Finale - nachgefragt! Hochkaräter aus der "Brucknerszene"melden sich zu Wort

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Alt 29.11.07, 18:18   #11 (permalink)
laubandel
Hoforganist
 
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Registriert seit: 26.12.2006
Ort: Breisach
Beiträge: 173
Zitat:
Zitat von Ken Ward Beitrag anzeigen
In the surviving fragments, I think this appears twice - Bg 7B, 2 and Bg 7C/"8", 2. At first Bruckner had horns above it doing the dotted rhythm that pervades the whole movement, but it is interesting that in revising it I think he made it even more simple and stark. (I am no philologist nor musicologist, but I think I've got this right from looking at the Facsimile Edition.) The handwriting is firm, the musical conception deliberate as a transitional atmospheric passage closing the Gesangsperiode.
You will also find the same "Fafner" motif in the very first sketch to the Finale, reproduced in the facsimile edition on page 7. It can be seen first in a crossed out version on the turn from the first to the second staff, and afterwards in a corrected version. This sketch can be identified with the first approach to compose again dated in BR's calendar "24. Mai 1895 1. mal Finale neue Scitze".
The same music appears again in the much more cleanly written draft which preceded the start of elaborating the bifolios, facs. pp. 31 ff., here in the last staff of p. 34.
I hear that passage as a distant echo from the corrsponding passage in the first movement (just before the third theme), it also has a "tone pendulum".
What you observe about the composition becomong starker in each new stage of elaboration is true for very much sections of the movement. It is as if the composer removes the last flowers and greens with the words "No, I found out it shall not be." Like a sacristan getting out all decorations of the church before Good Friday.

Grüßle

laubandel

Geändert von laubandel (29.11.07 um 19:02 Uhr).
laubandel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.11.07, 01:16   #12 (permalink)
Michel Leclerc
hat sich schon eingelebt
 
Benutzerbild von Michel Leclerc
 
Registriert seit: 02.06.2007
Beiträge: 26
But I find the music that Bruckner left so strong - so astounding - that it demands to be heard.

(Ich zitiere Ken Ward)

Liebe Bruckner-Liebhaber, m.E. sind die Pauschal-Urteile über die Frage, ob das jetzt "Bruckner" sei, ein wenig leichtfertig.

Die Logik, die dabei gehandhabt wird, ist offensichtlich diese: man hat sich im Laufe der Jahre ein Bild davon gemacht, "was" "Bruckner" sei -- und dieses Bild wird dann auf des Ergebnis der Rekonstruktion projiziert. Wenn man dann feststellt, dass etwas nicht stimmig sei, wird das der Rekonstruktion angekreidet. Dass es möglich sei, dass das eigene Bild von Bruckner nicht stimme, wird nicht in Betracht gezogen.

Dies ist nicht sehr rationell.

Nebenbei wird auch eine andere Argumentation gehandhabt: "weil" Bruckner über der Komposition gestorben ist, "kann" er sie nicht beendet haben. (Dies im Gegensatz zu den vielen Hinweisen und Beweisen, dass er sie tatsächlich beendet hat, dass aber die Dokumente dazu teilweise nicht überliefert sind.)

Weil er sie also nich beendet haben "könne", "hätte" er sie also nicht beendet. (Ein neuer Trugschluss.)

Weil er sie nicht beendet "habe", "gebe" es dieses Finale nicht.

Bei deisem letzten Trugschluss, wird jede Möglichkeit die Rekonstruktionsversuche miteinander zu vergleichen, als unergiebig betrachtet. Sie sind alle, wie schön, großartig, beeindruckend auch, "Gebrucknere", aber nicht das Finale, denn das "gebe" es nicht, denn Bruckner "habe" es nicht beendet, denn er "habe" es nicht beenden "können".

Mir ist diese vorschnelle, unschlüssige Logik einfach unverständlich.

Mein Bedauern, wenn das ein wenig aggressiv klingt.

Vielleicht mal meine eigene Geschichte zum Bruckner-Finale, wenn Ihr gestattet.

Ich habe zum ersten Mal Bruckner 9. studiert in den 60er Jahren, als ich 15 Jahre alt im Garten meines Elternhauses, das Adagio aus Lautsprechern hörte, die ich eigens zwischen die Blumen und die Schmetterlinge verschleppt hatte.

Warum ist das für mich wichtig. Weil ich vom Anfang an in Bruckner etwas "Kosmos-Bejahendes" gehört habe -- das ich aber nicht als das "pralle Leben" bezeichnen würde.

Dass so was wie die metaphysische Verzweiflung, die doch im Adagio zu hören ist, die Freude an Schmetterlingen nicht ausschließt, scheint mit an Bruckner sehr wesentlich.

(Ein kleine Parenthese. Im so erstaunlichen Scherzo der IX. höre ich nach den Höllenklängen mit ihrem fast an den Strawinsky des Sacre mahnenden "Stampede" plötzlich im Trio den alten Bruckner, der hinter die jungen Mädchen rennt, während sie sich wie Schmetterlinge mit ängstlichem Gekicher aus den Händen des alten Satyrs zu retten versuchen...

Ein was überhitztes Bild des Schriftstellers, der ich ja bin -- aber doch, dieses Trio ist schon "das pralle Leben", sicher, aber die umrahmenden Höllentänze sind es gewiss nicht... also: was bedeutet dieses Nebeneinander von massenhafter Aggression und fast frühromantischer Liebesjagd?

Ich würde dies als das Nietzscheanische in Bruckner bezeichnen. Dass diese Gegensätze, und noch viel schärfere in seiner kompositorischen Arbeit nebeneinander und miteinander möglich waren -- gerade die "himmlischsten" Visionen zusammen mit den psychoanalytisch auswertbaren neurotischen Elemente --, zeigt seine prophetische Größe, denn dieses Zusammen-Denken oder -Hören, oder -Schaffen, dazu hat uns das zwanzigste Jahrhundert mit seinen Greueln (es hört übrigens nich auf) verpflichtet.

Dass er dann, wie Mahler mal sagte, ein Trottel sei, hat eher mit seinem unweltmännischen Benehmen zu tun, oder mit seiner mangelnden Sprachgewalt, aber sagt nichts aus über die Komplexität seiner musikalischen Arbeit.

Zurück zu meiner Geschichte. Als ich dann Jahre später, und nach der Entdeckung aller Bruckner-Symphonien, und viel anderer Musik, ohne die man Bruckner sogar nicth verstehen kann, würde ich behaupten, d.h.: Musik des 20. Jahrhunderts, davon hörte, dass es tatsächlich Skizzen zum Finale gegeben habe, und dann später allmählich erfuhr, dass es mehr gab usw., konnte ich das nur als Bestätigung meiner alten Intuition betrachten, dass es Bruckner nicht um ein "nirwanisches" Ende ging, wie das in vielen Symphonien Mahlers zu hören ist, sondern um die Vervollständigung der "klassischen" Symphonie (Viersätzigkeit usw.), dieer zwar, ganz wie bei Beethoven, als eine "metaphysische" Symbol-Form deutete, wie im Barock z.B. die Fuge, kanonische Variationen usw.

Ich habe fast unmittelber nach den Erscheinungen der CDs sowohl die Talmi-Version von Carragans Finale gehört wie auch die Inbal-Einspielung von Samale/Mazzucas Finale.

Ich erinnere mich, dass ich nach Samale/Mazzuca gespürt habe -- und man verzeihe mir, aber zwanzig Jahre von intensiver Beschäftigung als Künstler, mit Kunst, und mit Musik, und mit Bruckner, haben da doch für mich einen komparativen Aussagewert -- dass Samale/Mazzuca mehr "Bruckner" war als Carragan. Ich konnte die nicht-Brucknerischen Passagen in Carragan heraushören -- sehr typisch z.B. die schöne, aber Mahlerische, Querflöte-Begleitfigur beim Choral gerade vor der Coda -- und auch dabei als Notenbild mir vorstellen (denn ich hatte Bruckner auch in der Partitur studiert)...

Dann aber ahtte ich ein problem. Denn, obwohl ich Carragan als nicht ganz "richtig" empfand, hatte ich dies e Musik doch, aus Liebe für den bruckner-Aanteil den sie enthielt, mir viele Male angehört.

Meine einzige Wahl war damals, NICHT diese zwei Lösungen nebeneinander bestehen zu lassen, und als gleichwertig zu betrachten und zu hören, SONDERN den von der intellektuellen Schlussfolgerung der größeren Authentizität des Samale-Mazzuca-Finales ausgehenden Entschluss zu fassen, mir die eingeschlichen Tonfolgen des Carragn-Finales allmählich wieder zu entwöhnen.

Ich habe dann später die immer wachsende Verfeinerung einer Musik feststellen können, die von der anfänglich festgestellten "Stimmigkeit" mit meinem wohlerwogenen Bruckner-Bild nich mehr abwich, wohl im Gegenteil.

Wenn dann die Berichte über die Vervollständigung durch das Vierer-Team, allmählich für den Liebhaber verfügbar wurden, besonders seit diesem Jahrhundert, muss ich sagen, habe ich die Argumentationen, wie ich damals auch für Cooke und Mahlers X. gemacht hatte, so viel wie möglich nachvollzogen -- und bin dabei nicht auf Unwahrscheinlichkeiten gestoßen. Ich habe die Rationalität der Beweisführung gemocht -- (und es ist für mich halt so, dass das emotionelle Leben sich der eingesehenen Wahrheit von Tatsachen zu biegen hat, und nicht umgekehrt).

(Das ist nebenbei gesagt, auch der Grund, warum ich mich die Marthé-Version nicht anhören möchte. Es geht mir nicht um "große" musikalische Erfahrungen, es geht mir um die Wahrheit des Künstlers Bruckners -- und da überzeugt mich die irrationelle "Beweisführung" Herrn Marthés leider nicht. Ich befürchte, dass ich wieder ein halbes Jahr brauchen werde, um mir die Neukompositionen auszu"erhören", wie damals bei Carragan.)

Wenn ich dann zur gleichen Zeit feststellen konnte, dass das zu hörende Ergebnis, besonders in den allmächlich sich verbessernden Aufführungen, wie z.B. in der Reihenfolge Eichhorn --> Wildner --> Harding mir tatsächlich Unerhörtes offenbarte, aber zugleich mein aus "Verstehen", Analyse und Empathie gewachsenes Bild der Botschaft Bruckners verstärkte, oder sogar noch in kaum geahte Domensionen erweitete --

dann war und ist für mich diese Übereinstimmung von wachsender rationeller Einsicht und wachsender musikalisch-künstlerischer Begeisterung ein auf der Basis der Wahrscheinlichkeit zufriedenstellender Hinweis dafür, dass die Rekonstruktion des Vierer-Teams die "best mögliche Welt" geschaffen hat. (Was nich ausschließt, dass sie noch im einzelnen verbessert wird. Das haben wir mit Cooke auch erlebt.)

Ich bin der Meinung, dass man die Arbeit der gründlichen Berschäftigung mit Dokumenten und Musiken einfach leisten muss, und dass man, wenn man dies macht, dann nur zum Schluss kommen kann, dass die Rekonstruktion uns das zwar RELATIV, aber doch IN ALLEN HINSICHTEN bestmögliche Ergebnis geboten hat.

Wue Ken Ward schrieb:

But I find the music that Bruckner left so strong - so astounding - that it demands to be heard.

It demands to be heard.

Und dass diese Musik sich nicht anhört, wie wir uns unseren Bruckner gedacht hatten, too bad for us. Es obliegt uns, darüber nachzudenken, was diese Musik für die Aussage und Botschaft Bruckners wirklich bedeutet. Und es obliegt uns auch, vor dieser Musik nicht zu schüchtern zu sein, aber sie in uns eindringen und uns von ihr erschüttern zu lassen. In ihrer nach vielen Jahren (letzten Lebensjahren) gewonnenen erstaunliche Komplexität und "starkness".
Michel Leclerc ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.09.08, 10:51   #13 (permalink)
Thomas Schmoegner
registriertes Mitglied
 
Registriert seit: 05.09.2008
Beiträge: 2
Zitat:
Zitat von Holger Grintz Beitrag anzeigen
Also gut, ich versuche, meine Gedanken noch einmal etwas klarer zu strukturieren.

Gleich vorwegschicken möchte ich Eines:

Ich interessiere mich sehr für Bruckners IX., und auch für den Umgang mit dem Finalsatz. Das alles passiert aber aus der Sicht eines Laien. Man möge mir also bitte nachsehen, wenn ich an der ein oder anderen Stelle etwas nicht gut formuliert ist.

Ich höre mir alles an, was in irgendeiner Form verfügbar ist, angefangen mit Peter Ruzicka bis hin zu Daniel Harding (den vierten Satz habe ich ca. 25 x gehört). Es ist eine Entdeckungsreise, und ich maße mir nicht an, über irgendeinen der Ansätze zu werten oder gar zu richten.

Aber für mich persönlich habe ich eine Feststellung getroffen:

Anton Bruckner hat keinen Finalsatz zur 9. Sinfonie komponiert.

Er war sich bewusst darüber, daß er diesen Satz nicht zu Ende bringen würde.
Die "Bearbeiter" (Samale/Cohrs) argumentieren ähnlich, wenn ich es richtig verstanden habe. Und weil Bruckner diesen Satz nicht vollenden konnte, hat er etwas anderes gemacht, bzw. versucht, nämlich in Tonsprache auszudrücken, daß er es nicht schafft. Aber selbst damit ist er nicht fertig geworden.

Die Vervollständigung, besser gesagt die "Bearbeitung" ist demnach doch auch lediglich ein Versuch der Wiederherstellung der 2. Notlösung (neben dem Te Deum).

Damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich finde auch die Samale/Cohrs Bearbeitung sehr gelungen und sehr kreativ. Aber das Ergebnis ist noch nicht einmal eine "bestmögliche Annäherung", weil dieser Notentext ja auch nicht dem ursprünglichen Willen Bruckners entsprochen haben düfte.

Deshalb geht es mit auch ehrlich gesagt auf die Nerven, wenn die unterwürfigen Jünger der "Teamfassung" nun meinen:

"Ja, jetzt klingt es nach Bruckner, jetzt hört es sich 100% nach Bruckner an!"

Warum?? Weil es sich gar nicht nach Bruckner anhören kann. Schliesslich hat er ja in seinen letzten Tagen und Stunden etwas noch nie zuvor dagewesenes gemacht. Er hat in dieser Komposition seinen eigenen Verfall dokumentiert. Wer jetzt behauptet, das klingt nach "echtem Bruckner", der hat meiner Meinung nach noch nicht verstanden, was er da hört.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal aus dem Interview mit Johannes Wildner zitieren:



Ich komme für mich zu dem Schluss, daß es ein Finale zur IX. Sinfonie aus Bruckners Hand nicht gibt. Es ist nicht existent.
Mein Name ist Thomas Schmögner. Ich spielte die Cohrs-Fassung in meiner Orgelbearbeitung vor ein paar Jahren in der Linzer Stadtpfarrkirche.
Es ist alles gut gemeint, was benjamin da so tut, die Idee, das Te Deum Motiv in der Coda in d-dur anklingen zu lassen ist ja entzückend, aber Bruckner hätte darüber wohl auch den Kopf geschüttelt. Die Fuge ist keine wirkliche Fuge, der Choral kein wirklicher Choral das thematische Urmaterial quintelt nur so vor sich her - ein wenig langweilig würde ich sagen. Bruckner ließ die Skizzen wohl zu Recht liegen.
Um übergeile Brucknerianer zu befriedigen, mag man/frau das schon wieder mal aufführen, aber sonst bin ich auch deiner Meinung. Außerdem ist der Schluss des Adagios im schönsten Lohengrün E-dur eigentlich auch durch das Te Deum nicht überbietbar.
Thomas Schmoegner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.09.08, 17:48   #14 (permalink)
Haberkorn
Vorstadtkinopianist
 
Benutzerbild von Haberkorn
 
Registriert seit: 25.12.2006
Beiträge: 225
Es gibt nichts Schöneres, als ein übergeiler Brucknerianer zu sein. Wir "Übergeilen" hören eben etwas in seinen letzten Aussagen, was den anderen verborgen bleibt...
Freundl. Gruß,
Haberkorn
Haberkorn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.09.08, 18:54   #15 (permalink)
Ditz
Stammgast
 
Benutzerbild von Ditz
 
Registriert seit: 22.12.2006
Beiträge: 40
Thomas Schmögner

Zitat:
Zitat von Thomas Schmoegner Beitrag anzeigen
Mein Name ist Thomas Schmögner. Ich spielte die Cohrs-Fassung in meiner Orgelbearbeitung vor ein paar Jahren in der Linzer Stadtpfarrkirche.
Es ist alles gut gemeint, was benjamin da so tut, die Idee, das Te Deum Motiv in der Coda in d-dur anklingen zu lassen ist ja entzückend, aber Bruckner hätte darüber wohl auch den Kopf geschüttelt. Die Fuge ist keine wirkliche Fuge, der Choral kein wirklicher Choral das thematische Urmaterial quintelt nur so vor sich her - ein wenig langweilig würde ich sagen. Bruckner ließ die Skizzen wohl zu Recht liegen.
Um übergeile Brucknerianer zu befriedigen, mag man/frau das schon wieder mal aufführen, aber sonst bin ich auch deiner Meinung. Außerdem ist der Schluss des Adagios im schönsten Lohengrün E-dur eigentlich auch durch das Te Deum nicht überbietbar.
Ich habe nun in den letzten Jahren sehr oft die 9te mit dem SMCP Finale gehört, davon in diesem Jahr viermal live. Die letzte Aufführung am 22.9.in Darmstadt klingt mir noch lebhaft im Kopf. Ich fand es großartig.Großarti´g Stefan Blunier,auf den man ein besser zwei Augen haben muss!
Bezeichnend eine Äusserung eines Besuchers in der Gesprächsrunde nach dem Konzert. Am Sonntag 21.9. sei er noch irritiert gewesen von dem 4ten Satz, nach dem nochmaligen Hören am Montag, 22.9. sei sein Eindruck schon ein ganz anderer, positiverer, gewesen und ob es von dem Haus-Mitschnitt eine CD geben werde.
Ich denke, es ist ein Weg zur Wahrheit, die wir ohnedies nie erfahren werden, vielleicht doch noch mehr, wenn die derzeitigen Besitzer der 1896 geklauten Partiturseiten in Wien, endlich diese Blätter herausgeben. Bruckner, der diese Musik sicher zum Zwecke der Aufführung geschrieben hatte, und das Publikum, das seine Musik liebt,wird mit dieser Fassung, die nach meiner Meinung ohnedies nur ein work in progress sein kann, Gerechtigkeit zuteil, als wenn man sie unterschlüge. Ich verstehe Thomas Schmögner, den ich damals in der Pfarrkirche in Linz gehört habe, nicht, wenn er sich nun so distanziert zur 4-sätzigen 9ten gibt.Ich bin gerne bereit, Thomas Tondokumente der letzten Aufführungen zur Verfügung zu stellen. Allerdings werden die zu erwartenden CDs aus Mannheim und später aus Darmstadt niemals den Live Eindruck ersetzen können.
mfg Ditz
Ditz ist offline   Mit Zitat antworten
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