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Alt 14.01.07, 16:26   #2 (permalink)
Wolfgang
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Zitat von grintz Beitrag anzeigen
Celi: "weihevoll"
Celibidache, wenn er Bruckner dirigiert, empfinde ich als "weihevoll" und "spirituell".
Das gilt vor allem für die späteren Aufnahmen. Bei vielen Dirigenten stelle ich fest, dass sie mit fortschreitendem Alter ein langsameres Tempo bevorzugen. Das gilt beispielsweise auch für Günter Wand.
Bei mir - allerdings bin ich ein Laie - stelle ich eine ähnliche Tendenz fest...

Bei "unserem" STEP 0001 habe ich festgestellt, dass früher dieser Abschnitt bei Dirigenten wie Furtwängler, Horenstein, Walter und auch Jochum kürzer gestaltet war.
Davis braucht mit dem LSO noch ein bisschen länger als Peter Jan Marthé.
Es gibt noch einen für uns interessanten Vergleich: P.J. Marthé "braucht" mit dem European PO 2006 in St. Florian 4:18 Minuten. Am 18. August 2000 hat er in St. Florian mit der "Jungen Österreichischen Philharmonie" auch die "Neunte" gespielt. Dort dauert dieser Abschnitt 5:00 Minuten - so lang kenne ich das bei sonst niemanden.
Das war übrigens ein Gedächtniskonzert zu Ehren und zum Gedächtnis von Celibidache, der diese Symphonie eigentlich 1996 in Erinnerung an den einhundersten Todestag Bruckners in St. Florian aufführen wollte. Leider verstarb Celibidache wenige Wochen vorher.

Viele Grüße
Wolfgang
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"Wenn die Sonne der Kultur tief steht, dann werfen auch Zwerge lange Schatten." (Karl Kraus)

Geändert von Wolfgang (14.01.07 um 17:00 Uhr).
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