| ... Er dirigierte Bruckners "Fünfte" dann - sozusagen "probehalber" - erstmals im Herbst 1974 in einem Konzert des Symphonieorchesters Bern (zum 150. Geburtstag Bruckners); bald darauf stand er zur Aufnahme im großen Sendesaal des Kölner Funkhauses.
Die WDR-Musiker waren beeindruckt und er mit dem Ergebnis so langer Bemühungen zufrieden. An eine Schallplattenveröffentlichung dachte damals niemand. Wand nahm sich vor (und machte es auch wahr), das Werk in der Folgezeit immer wieder neu zu erarbeiten. Er hat es praktisch mit allen Orchestern aufgeführt, die ihn einluden - auch in England und in Japan.
Mit dieser von Mal zu Mal sich weiterentwickelnden Interpretation der Sinfonie Nr. 5 begründete er seinen schnell wachsenden internationalen Ruf als Bruckner-Spezialist.
(Seifert, Wolfgang: Günter Wand: So und nicht anders. Hamburg 1998) |