Guten Abend zusammen

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nach langer Bruckner-Abstinenz habe ich mir heute Abend auch den Mitschnitt des Mannheimer Konzertes angehört.
Mir steht es nicht zu, über Orchester- oder Dirigentenleistung zu urteilen, auch kann ich nicht wirklich heraushören, ob durch die Radioübertragung grundlegende "Strukturen" zusammengebrochen sind. Mein Respekt sowohl vor dem Kapellmeister, als auch vor den Orchstermitgliedern und nicht zuletzt auch vor den Tonmeistern des Radiosenders verbieten mir das. Ich könnte weder das Eine noch das Andere.
Darum geht es glaube ich auch gar nicht.
Die Aachener Aufführung war ein aufregendes Live-Erlebnis für mich (aber auch wegen einiger Rahmenumstände, die ich hier nicht weiter erläutern möchte), bei der Stockholmer Aufführung habe ich, obwohl am PC sitzend (also nicht einmal wie "damals" am guten alten Röhren Radio), leichte Gänsehaut verspürt.
Mannheim hat mich nicht berührt, weder positiv, noch negativ. Es ist an mir vorbeigerauscht wie der 911er seinerzeit auf dem Nürburgring
Trotzdem glaube ich, daß diese Aufführung wichtig war.
Mir hängen zwar die Aufrufe à la NH inzwischen zum Halse heraus, genauso wie Aussagen "... ja, so klingt es jetzt, wie der Bruckner das wohl gewollt hat...", denn:
1. hätten wir auch nach der Auffindung sämtlichen Materials kein Finale
2. weiss niemand, was Bruckner wirklich gewollt hat
... aber durch solche Ereignisse wie in Mannheim bleibt Bruckner im Gespräch und in der Diskussion. Und das ist für mich entscheidend.
PS: Den Bravo-Ruf am Ende des Mitschnitts, also da, wo der Applaus einsetzt, den habe ich glaube ich eindeutig identifiziert; obwohl ich nicht dabei war
PPS: Wenigstens der Radiosprecher sollte professionell sein, der wird doch dafür bezahlt, oder? Bendschamin ist ja nicht der Britten; oder doch?